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Nachhaltigkeit als Element der Marktwirtschaft

Christian Hoffmann, Steffen Hentrich

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LI-PAPER. Auf einem freien Markt konkurrieren die Teilnehmer ihren Präferenzen entsprechend um knappe Ressourcen.

Selbstverständlich ist es aus unternehmerischer Sicht sinnvoll, pfleglich mit knappen Ressourcen umzugehen. Auf einem freien Markt sind diese teuer; profitorientierte Unternehmen steigern daher ständig ihre Effizienz und streben Produkt- und Produktionsinnovationen an. Besonders erfolgreich sind dabei solche Organisationen, die durchlässig für Signale und Informationen aus ihren Märkten sind. Offenheit und Innovationsbereitschaft gepaart mit Profitorientierung sorgen für wirtschaftlichen Erfolg und Nachhaltigkeit. Willkürliche oder schwammige Ziele, welche die Orientierung an Gewinn und Wertsteigerung relativieren, stiften dagegen mehr Verwirrung, als dass sie nachhaltiges Wirtschaften fördern. Statt Unternehmen zu politischen Institutionen zu machen, sollte die Politik richtige Rahmenbedingungen setzen, indem sie Eigentumsrechte an knappen Ressourcen schützt und den Wettbewerb frei spielen lässt.

Versuche, das ökonomische Rad — und damit nachhaltige Unternehmen — neu zu erfinden, sind immer auch mit der Gefahr verbunden, dass findige Unternehmensführer die Verpflichtung auf Gewinn- und Wertsteigerung unter Verweis auf die Interessen beliebiger Anspruchsgruppen abschütteln und so Effizienz und Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftssystems schwächen. Nachhaltige Unternehmensführung erfordert nicht primär politische Abwägungen und Populismus, sondern eine konsequente Orientierung an Marktsignalen, einen offenen Austausch mit relevanten Kooperationspartnern — und immer wieder Bereitschaft zu Neuerung und Innovation. Ganz im Sinne der Profitmaximierung und Wertsteigerung des Unternehmens.

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November 2010