Die Europäische Union steht an einem Scheideweg. Überschuldung, politische Zentralisierung, eine ausufernde Regulierung und tiefe Differenzen zwischen den Mitgliedsstaaten nagen an ihrem inneren Zusammenhalt. Der Euro schwächelt, die wirtschaftliche Dynamik erlahmt, und geopolitisch droht der Kontinent in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.
Viele fragen sich: Ist die EU ein Reformprojekt mit Zukunft oder ein bürokratisch-technokratischer Koloss, bei welchem sich Auflösungserscheinungen analog des Römischen Reichs offenbaren?
Und was bedeutet das für die Schweiz? Soll sie sich institutionell enger anbinden – oder gerade jetzt ihre Unabhängigkeit, ihren freiheitlichen Geist und ihre bewährte Eigenständigkeit verteidigen? Muss eine solch monumentale Entscheidung zwingend dem doppelten Mehr unterstellt werden oder reicht das einfache Volksmehr?
Diese Fragen haben wir an der LI-Konferenz «Schweiz-EU: Wie weiter?» vom 4. März 2026 im Kaufleuten in Zürich diskutiert.
In seinen engagierten Voten zeigte Roger Köppel auf, weshalb die Schweiz das neue Rahmenabkommen auf keinen Fall akzeptieren darf. Er sprach darüber, weshalb eine überwiegende Mehrheit in Bundesbern darauf pocht, dass die Schweiz automatisch die Gesetze der EU übernehmen muss und was sich diese Kräfte davon erhoffen. Wem Freiheit, Wohlstand und Frieden nicht egal sind, könne diesem Abkommen nicht gleichgültig gegenüberstehen.
Prof. Paul Richli zeigte zudem, weshalb der verharmlosend als „Bilaterale III“ geframte Rahmenvertrag signifikante Änderungen für die Schweiz bringen würde und weshalb ein doppeltes Mehr bei der Abstimmung angebracht ist.
Und Prof. Gerd Habermann legte dar, weshalb die Europäische Union einen ähnlichen Weg wie das Römische Reich von damals eingeschlagen hat und welcher deshalb dasselbe Schicksal blüht.



