Das Scheitern aller Sozialismen

Der Absturz Venezuelas ist keine Panne, sondern systembedingter Auswuchs einer destruktiven Ideologie.

Auch heute noch verfallen viele bei politischen Auseinandersetzungen in ein Links-Rechts-Schema. Doch dieses ist gänzlich untauglich. Denn sowohl der von den meisten rechts verortete Faschismus und Nationalsozialismus wie auch der links verortete Kommunismus und Sozialdemokratismus begehen stets denselben Fehler: Sie alle stehen im Gegensatz zu den Liberalen für ein Primat der Politik. Sie alle wollen Individuen zwingen, so zu leben, wie es die politischen Machthaber wollen. Sie machen Menschen zu Werkzeugen einiger weniger unter völliger Missachtung individueller Freiheitsrechte.

Unabhängig davon, ob die Motive für eine solche Missachtung grundlegender Menschenrechte nun «links» oder «rechts» zu verorten sind: Was entsteht, ist eine totalitäre Staatswirtschaft, ohne Meinungsfreiheit, ohne Wettbewerb, ohne offene Gesellschaft und ohne Lernprozesse. Das Dahinsiechen solcher Systeme kann Jahrzehnte dauern. Ein bitteres Ende, wie es sich nun auch wieder in Venezuela abzeichnet, kann zwar hinausgezögert, aber nicht vermieden werden.

Der Zerfall aller «linker» oder «rechter» Sozialismen beruht nicht einfach auf einzelnen bedauerliche «Pannen» in der Umsetzung einer «an sich guten und zukunftsträchtigen» Ideologie, sondern es sind Entwicklungen, die derart regelmässig abgelaufen sind, dass man schon fast von einem historischen Gesetz im Zerfallsprozess einer intrinsisch untauglichen und verderblichen Ideologie reden könnte, die also den Keim ihres Zerfalls in sich selbst trägt.

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Das Scheitern aller Sozialismen

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3. Oktober 2018