Das Narrativ ist fest in unseren Köpfen verankert: Wann immer es kriselt und unerwünschte Ergebnisse zu Tage treten, hat der Markt versagt und der Staat muss es richten. Kein einziges Lehrbuch der Mainstream-Ökonomie hinterfragt diese Darstellung.
Doch damit ist jetzt Schluss. Ein neues aufrüttelndes Werk des Liberalen Instituts räumt mit einem der verhängnisvollsten Dogmen auf. Auf der Grundlage fundierter ökonomischer Theorie und anschaulicher Praxisbeispiele zeigen LI-Direktor Olivier Kessler und Štěpán Drábek, Assoziierter Forscher am Liberalen Institut, dass viele als gesichert geltende Annahmen einer kritischen Prüfung nicht standhalten. Was ist, wenn die Schäden, welche die Politik durch ihre «korrigierenden» Eingriffe verursacht, gravierender ausfallen als die vermeintlichen Marktversagen selbst?
An der LI-Konferenz und Buchvernissage vom 21. September 2026 haben die beiden Autoren im Swiss Re Auditorium Next in Zürich mit ausgewiesenen Experten vor rund 150 Teilnehmern darüber diskutiert, wer der grössere Versager ist: der Markt oder der Staat. Sie unterzogen die in Ökonomie-Lehrbüchern aufgeführten Marktversagen einer kritischen Prüfung und fragten sich, ob es sich hierbei tatsächlich um Versagen handelt, und wenn ja, ob nicht vielmehr politische Eingriffe in die spontane Ordnung an der Wurzel des Problems stehen.
Was nach ökonomischen Spitzfindigkeiten klingen mag, ist in Wahrheit die Grundlage für die Ausrichtung unserer Gesellschaft und entscheidet letztlich über das Überleben und Gedeihen eines Grossteils der Menschheit. Höchste Zeit also, sich dieser wichtigen Debatte anzunehmen.



