An der LI-Konferenz vom 22. Juni im Hotel Seedamm Plaza in Pfäffikon SZ diskutierten die Teilnehmer über die Frage, ob bald Währungsreformen anstehen und wie sich der Einzelne vor den Folgen schützen kann. Beat Kappeler analysierte in seinem Referat vergangene Währungsreformen, um daraus Schlüsse für mögliche künftige Währungsreformen zu ziehen. Nachfolgend findet sich sein Referat.
Experten, die Bürger, der Stammtisch nehmen die Schuldenberge und die Geldschöpfung der Notenbanken wahr, Unsicherheit und Ängste wachsen. Die Währungsreformen der beiden Nachkriegszeiten tauchen im kollektiven Gedächtnis auf. Doch die These hier hält die «Dekadenz ohne Konsequenz» von Franc und Lira 1865 bis 1999 für das Geldschicksal unserer Zeit. Franc und Lira galten 1865 in der Lateinischen Münzunion 1 zu 1 mit dem Franken, wurden nie «reformiert»,1999 aber waren nur 1400 Lire und 400 alte Francs ein Franken. Gegenüber Gold war der Abfall noch höher. Währungsreformen sehen anders aus.
A) Währungsreformen unter Metallgeld-Systemen
Reformen korrigierten den verwässerten Edelmetallgehalt mit Münzen höheren Gehalts, manchmal auch als neue Nominale. Dank des Währungswettbewerbs konnten aber die Bürger die Münzverschlechterungen laufend bemerken, und messen (gemäss der Heureka-Idee des Archimedes). Der Staat konnte nicht, wie unter späteren Papiergeldsystemen und deren Reformen, die Bürger lange täuschen, dann auf einen Schlag enteignen. Aber manipuliert wurde gerne – so «reformierte» Kaiser Caracalla 215 u.Z. den Antoninian als Münze für zwei Denare, aber mit 1 ½ der Silbermenge.
Bei Staatsumgründungen wurden alte, 119 Währungen[1] vereinigt, so die Mark im Deutschen zweiten Kaiserreich 1871 und die Lira Italiens 1861. Dabei soll das neue Königreich ca. 2000 Tonnen Gold gewonnen haben, weil die in Lire umzutauschenden napoletanisch-sizilianischen Dukaten viel mehr Gold enthielten als die Lira des aufgezwungenen Umtauschkurses[2].
Die Gründung des Euro 1999 war keine Währungssanierung, sondern auch eine «Staatsumgründung», deren strikte Budget- und Schulden-Restriktionen schon 2005 durch D und F gebrochen wurden.
Das «Système John Law» 1719/20 war weniger eine Währungsreform als ein Experiment mit Papiergeldschöpfung in üblicher Währung. Als es zusammenfiel, waren die Papierscheine diskreditiert, nicht die Währung, diese blieb bestehen (livre tournois).
Generell hatten die Metallgeld-Reformen weniger Auswirkungen auf die Volkswirtschaften, die viel weniger «financial deepening» kannten als heute. Sie liefen auch nicht, wie 1923, auf eine Annullierung oder wie 1948 auf eine 93,5%-Konfiskation der Nominalbestände der Bürger hinaus.
Hingegen ergibt sich eine «Neben-Konstante» dieser Änderungen – immer wenn die Regierungen nicht mehr ein und aus wussten, zogen sie das Gold der Bürger ein: John Law, frz. Revolution, 1914 das Kaiserreich, die Weimarer Republik 1923, das III: Reich, USA in der Krise 1933 das Gold, 1934 das Silber, 1966 England das Gold.
B) Währungsreform nach Hyperinflation in Fiat-Währung:
1923 Weimarer Republik
Im 1. Weltkrieg hoben die meisten Länder den Goldstandard auf, gingen zu FIAT-Geldschöpfung über und kehrten nachher nur im Verkehr zwischen Staaten oder Notenbanken zu Gold zurück (ausser England mit Goldstandard 1925-1931). Die Weimarer Republik schuldete die Reparationszahlungen in Goldmark von 1914, durfte aber nicht abwerten. Diese Zwangslage wurde intern durch Geldschöpfung zugunsten des Reichsbudgets «gelöst» (1923 zu 99,5% des Budgets), extern durch massive Kreditaufnahme in westlichen Währungen. Der Mark-Kurs zerfiel zusehends, und 1923 strich Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht zwölf Stellen der Mark. Die neue Reichsmark (zuerst «Rentenmark») wurde hinterlegt durch Hypotheken auf den Immobilien der Firmen und Landwirte, die deren Umlaufvermögen aufbauten und rasch abbezahlt wurden. Der fiskalische Link wurde gebrochen durch den Budgetausgleich des Staates, und den Stopp der Notenpresse. Durch internationale Anleihen (Dawes-Plan u.a.) kam Gold in die Reichsbank.
Hyperinflationen erlebten auch die Nachfolgestaaten Ungarn und Deutschösterreich 1918 ff.
Das III. Reich kehrte zu Autarkie, fiskalischen Zwangsmassnahmen, Goldverbot etc. zurück und finanzierte die Rüstung durch Geldschöpfung, verdeckt mittels «Mefo-Wechseln» für Lieferungen der Industrie, die von der Reichsbank (wieder Hjalmar Schacht) mit FIAT-Geld belehnt wurden.
Währungsreform 1948 (durch Alliierten Kontrollrat, nicht Staat)
Bürger mussten alles Altgeld auf Konten abliefern (sonst verfiel es), 10 zu 1 abgewertet, schliesslich auf 10 zu 0,65. Die 60 neue DM Barauszahlung pro Kopf wurden angerechnet.
Banken erhielten 1% der Reichsmarkguthaben der Kunden, Guthaben gegenüber öff- Hand annulliert.
Länder, Kommunen erhielten ca. eine Monatseinnahme in DM.
Vertragliche Verbindlichkeiten, Schulden, Hypotheken, Versicherungsreserven 10 zu 1 reduziert
Löhne, Mieten, Renten, Aktien 1 zu 1 übertragen
Als «Lastenausgleich» der Gewinner: Zwangshypothek auf allen Immobilien zum halben Verkehrswert, zu tilgen innert 30 Jahren an den Staat.
Freie Preise, freie Produktion (Mangelwirtschaft endet, Angebot steigt, wenig Inflation).
Schluss: Der Wert von Münzen oder Noten wurde seit dem Römerreich immer durch fiskalische Defizite und entsprechende Manipulation und Plünderung der Währungen zerstört.
C) Anstelle einer Währungsreform: Inflationierung, finanzielle Repression
Der Gold-Devisen-Standard als intellektueller Pfusch
Der Gold-Devisen-Standard von 1944 wurde erschüttert durch die Fehlkonstruktion, dass das «Ankerland» USA das Gold hielt, Dollar ausgab und damit die Weltwirtschaft alimentierte. Der Standard beruhte auf der Erosion des Status der USA: Die anderen Notenbanken erwarben Dollars als Reserven durch den Marschall-Plan, dann durch Exportüberschüsse ihrer Wirtschaft, «Dollar as good as gold». Die festen Kurse erzwangen eine gewisse Disziplin der gegenüber dem Dollar definierten Währungsräume, in Kostenniveau und Budgets, scheiterte diese, wurde fallweise ab- und aufgewertet. Da aber die Dollarausstände ab 1961 den Goldhort der USA überstiegen, brachen die USA 1971ihr Wort, und alle Länder gingen zu blossen FIAT-Währungen mit flexiblen Wechselkursen über.
Folge: John Law kopiert
Die FED, die EZB und BoE kopierten in der Finanzkrise John Law, mit unbeschränktem Aufkauf von abgewerteten oder Abwertungs-bedrohten Staatsobligationen zu höheren als den Markt-Kursen («whatever it takes»). Der Zinssatz verlor seine Steuerungsrolle. Die Inflation stieg auf 10% p.a.. Staatsschulden stiegen ungebremst an, viele Zombiefirmen überlebten. Die Geldmengen in USA und Europa stiegen so wie das nominelle BIP, kein «keynesianischer» Multiplikator sichtbar.
Seit der Covid-Krise steuerte die EU eine verdoppelte Schuldenbahn an – die Nationalstaaten einerseits, die gemeinsame Schuldenaufnahme (»NextGeneration EU» – gegen 1000 Milliarden €) zu Lasten der Mitglieder, zur Verfügung der EU, andererseits. 2026 zeichnet sich der «roll-over» anstatt der versprochenen Rückzahlung an. Die EU-Kommission beglückwünscht sich zum entstandenen riesigen Staatsschulden-Markt. Die nationalen Haftungsanteile an diesen 1000 Milliarden werden nicht in den nationalen Schuldenstatistiken ausgewiesen (Mitteilung der Bundesbank an mich, Mai 2026). Der Staat hat sich den Löwenanteil des Geldes selbst zugehalten. Die nominelle Volkswirtschaft stieg nur noch parallel zu den Geldmengen in USA, Euroraum – der keynesianische Multiplikator ist weg.
Die andauernde Geldschöpfung und die künstlich tiefen Zinsen haben die Preise aller Wertpapiere, Immobilien, Edelmetalle, Kunstwerke explodieren lassen, und die Mittelschichten der Welt zählen diesen «synthetisch geschaffenen Wohlstand» als Vermögen, haben ihn mit weiteren, privaten Schulden belehnt: ein enormer «wealth effect» (M. Chwieroth/A. Walter, 2019). Nun hängen alle im Zwang zu immer weiterer Geldschöpfung und Geldverbilligung – die Privaten, die Firmen, die Staaten, die Notenbanken selbst. Ausserdem sind Schuldner und Zombie-Firmen als Inflationsprofiteure eine mächtige Stimme gegen stabile Währungen.
Eine Rückkehr zu Marktzinsen und Budgetausgleich im gesamten Westen würde daher Revolutionen oder Massenkonkurse und Depression auslösen. Um dies zu vermeiden, erzwingen die nächsten Jahre, Jahrzehnte, anstatt einer Währungsreform das Durchwursteln und Inflationieren des Euro, des Dollars. Wie die zwei erwähnten Währungsreformen zeigten, kehrt sich die Lage nur um, wenn das Staatsbudget ins Gleichgewicht gesetzt wird und kein Defizit mehr monetisiert wird. Eine neue Denomination des Geldes ist nur Begleitung. Da nun in EU, USA, UK die Geldschöpfung nicht vom Budgetdefizit entkoppelt wird, sondern bei Engpässen stets bereitsteht, sind diese Massnahmen zu erwarten:
Erneute Geldschöpfung der EZB (und der USA) durch Belehnung von Staatspapieren, Inflationierung.
Lira und Franc inflationierten seit 1865 bis 1999 ohne Währungsreformen durch zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und die Hochkonjunktur nach 1945. Dabei fiel die Lira von 1865 bis 1999 gegenüber dem CHF (seit der lat. Münzunion) von 1 zu 1 auf 1: 1400, und der Franc von 1 zu 1 auf 1: 400, ohne Revolten des betrogenen Publikums. Das ist denn auch die finstere «innere Agenda von FED und EZB: sie werden bei jedem Engpass Staatspapiere kaufen und mit Geldexpansion und Zinsverbilligung zugunsten des «Wealth effects» den Euro und Dollar wie seinerzeit die Lira und den Franc aushöhlen, unter allgemeinem Applaus[3]. Staatsbudgets und Geldschöpfung sind verschränkt, wie bei John Law und in Weimar. Die Schuldzinsen können längst nicht mehr durch einen Primärüberschuss der Budgets in USA oder EU gedeckt werden. Das Schneeballsystem wird weiter beschleunigt, alle noch höheren Zinskosten in neuen Defiziten «bezahlt».
Sekundiert wird die weltweite Geldschöpfung durch neue Sonderziehungsrechte des Weltwährungsfonds (August 2021 um über 600 Milliarden Dollar Gegenwert).
Der Inflations-Trugschluss: Fiskalisten hoffen, dank Inflation schliesslich doch die Staatsschulden im Verhältnis zum Nominalwachstum der Wirtschaft abzubauen. Doch die Staatsausgaben sind heute indexiert (Renten, Subventionen, Baupreise, Beamtenlöhne). Auf der Einnahmenseite der Staaten werden die Steuereinnahmen regelmässig um die «kalte Progression» korrigiert, sodass auch von dieser Seite her die Inflation das Budget nicht sanieren kann.
Das Nominalwertdenken bei Investoren, Versicherungen, Sparern beruhigt alle; wenn der Nominalwert bleibt oder dank Zinsen zunimmt, sind alle Verträge erfüllt, auch wenn der Realwert laufend sinkt.
Finanzielle Repression: Staatspapiere abschreiben, weiterwälzen
Die Notenbanken der USA, Britanniens, der EU könnten eines Tages die Staatspapiere in den Notenbanken annullieren, oder auf 100 Jahre in neue Papiere umschulden. Schon heute gehen die Zahlungen der Zinsen auf diesen Papieren von den Staaten an die Notenbanken, von diesen als Gewinn wieder an den Staat. Der Anteil der Staatsschulden im Keller der Notenbanken ist gratis, wie hoch das Zinsniveau auch steigt. Nur wenn sie gleichzeitig die Einlagen der Banken ebenso hoch verzinsen müssen, schwindet der Gewinn.
Finanzielle Repression: Bilanzmanipulation
Die Zentralbanken könnten den Banken, Versicherungen, Pensionskassen, von ihnen aufatmend hingenommene Bilanzmanipulationen erlauben, indem neu gekaufte Staatsschuldpapiere immer zum Wert auf Verfall verbucht werden dürfen, weshalb die Banken weiterhin die Gelder der Sparer in den Schlund der Staatsdefizite werfen werden, weil sie bei späteren Zinserhöhungen die Entwertung der Staatspapiere nicht fürchten müssen. Das praktiziert die EZB schon heute mit ihren Staatsschuldbeigen. Bei Misstrauen aber drohen Bank-runs.
Ebenso senkte die EZB die Ansprüche an die Qualität der von den Banken eingereichten Sicherheiten für neue Kredite[4].
Finanzielle Repression: Anlagevorschriften
Die Notenbanken, Finanzmarktbehörden verpflichten die Versicherungen, Pensionskassen, Banken noch mehr Staatsanleihen zu kaufen. Die Gemeinschaftlich aufgenommenen, aber national garantierten Riesenschulden der EU werden nicht in den nationalen Schuldenstatistiken ausgewiesen. Aber wenn es einmal kracht, dann fallen alle miteinander, Zentralbank, Staat, Anleger, Banken – «doom loop».
Finanzielle Repression: Höchstzinsen vorschreiben
Wenn der Staat alles kann und darf, dann kann er auch Höchstzinsen vorschreiben. Der Schuldenturm kann dann ungestört vom sonst drohenden Anlegerstreik des Marktes steigen, die Anleger haben keine Wahl. In den USA wurden 1942 die Höchst-Zinsen für verschiedene Klassen der Staatspapiere festgelegt.
Finanzielle Repression: Bankguthaben annullieren
Es folgt das Brecheisen – die Behörden könnten die Bankguthaben zu amputieren versuchen, damit das viele Geld verschwindet. Dies wird umso reibungsloser funktionieren, wenn das Bargeld vorher eingezogen, digitalisiert, oder möglichst im Gebrauch eingeschränkt wurde, damit niemand ausweichen kann. Die ersten Schritte dazu sind mit der 10’000er Grenze für $ oder € als Barzahlung und im Grenzübertritt gemacht, ohne Volksaufläufe zu provozieren, sodass einfach die Grenze gelegentlich hinunter geschraubt werden kann. In Zypern und Griechenland in jener Krise wurden Transaktionen von Geld ins «Ausland» gesperrt – innerhalb eines und desselben Währungsraums, eine noch nie gesehene Massnahme. Alles Federstriche «ab sofort».
Ansätze dazu zeigt Italiens Fiskus (KI, Google):
Key Levies on Italian Bank Accounts
- Stamp Duty (Imposta di Bollo): Individuals pay a fixed fee of €34.20 per year if their average annual account balance exceeds €5,000, firms pay €100. This is often charged periodically (e.g., quarterly) rather than all at once. [1, 2]
- Investment Portfolio Tax: For investment portfolios (dossier titoli) held with Italian intermediaries, a 0.2% fee is applied to the total reported value. [1]
- Foreign Account Tax (IVAFE): Italian residents with foreign bank accounts pay a flat rate of €34.20, while other foreign financial assets are taxed at 0.2% of their value. [1, 2]
- Windfall Tax on Banks: In 2023–2024, Italy implemented a 40% tax on net interest margins (profits from high interest rates) to fund mortgage relief and tax cuts. [1, 2]
New 2025 Bank Levy: As of late 2025, a new, more targeted tax on banking profits is planned to generate up to €3 billion annually
Die mildere Kompression der geschaffenen Geldmenge erfolgt durch Mindestreserven – das Buchgeld der Banken auf Sichtgeldkonten der Notenbanken, so zu «legal tender» gewandelt, wird eingefroren.
Der Schluss: der Staat hat Priorität vor der Geldwertstabilität und nimmt sich den Löwenanteil. Der Geldwert wird zur Residualgrösse.
D) Mögliche private Reformen:
Durch die stark steigenden Goldpreise haben die meisten grossen Währungsräume eine Deckung der Geldmenge Mo (Noten und Sichtguthaben) erreicht, die an jene des Goldstandards vor 1914 anklingt (damals ca. 40%): FED 22%, Eurosystem 28%, China 33 %, Schweiz. Nationalbank 26%, Bank of Japan 18 % und Bank of England 32 % (zum Goldpreis Mai 2026). Es wäre denkbar, einen «managed goldstandard» zwischen diesen Ländern abzumachen, mit fest definiertem Goldtauschpreis zwischen ihnen für die Handelssalden – ein «gold bloc» mit dem entsprechenden, aber unwahrscheinlichen Willen zur Budgetdisziplin der Politiker.
Die andere Variante künftiger Stabilität wäre ein frei handelbarer, mit Clearing-Stelle versehener Renminbi, wie er bereits in Ansätzen zwischen China, Russland, Brasilien, Arabien besteht. China müsste die Rechtssicherheit, die politische Voraussehbarkeit und freie Kapitalexporte bieten. Gemessen an der heutigen US-Administration und der überschuldeten Eurozone erscheint China fast schon als Monument der Solidität.
Dritte Variante an Stabilität – Währungskonkurrenz: Private Alternativen wie Kryptos, zirkulierende Goldzertifikate nach dem Beispiel der Hamburger Bank mit Marko 1619, Realwährungen (RealUnit, Tokens) würden breit akzeptiert.
E) Schluss:
Es wird nicht zu einem unmittelbar drohenden Zusammenbruch der westlichen Währungen kommen, sondern zu einer schleppend-inflationären und politisch instabilen Wirtschaftswelt. Eine Welt wie gehabt seit 1865 in Frankreich und Italien, die Bürger werden Zudiener des Fiskus. Dieser und sie selbst werden nominal solvent gehalten durch allmächtige Notenbanken. Finanzielle Repression durch deren «Hau-Ruck-Entscheide», Volkssparen realen Geldwerts wird unmöglich.
[1] Dieser Währungswettbewerb vor 1871 wurde als “Wirrwarr» diskreditiert, so wie die 26 kantonalen Münzsysteme vor dem «Franken»1848 ebenfalls.
[2] David Gilmore, «The Pursuit of Italy”, Allan Lane, London 2011, S. 195, und: “altaterradilavoro”, web, 10 aprile 2017
[3] 2010/2011, kurz nach der Finanzkrise und der folgenden massiven Geldschöpfung, Schuldenaufnahme, sind mindestens zwölf Analysen bekannter Autoren erschienen, die alle den baldigen Zusammenbruch der Währungen voraussagten – und nichts geschah. Alle diese Experten nahmen nicht im Traume an, dass die beiden grossen Notenbanken ganz einfach eine Geldschwemme lostreten konnten, die alles verwischte: Crescenzi – Sawyer – Minsky – Tanous – Cox – Mauldin – Tepper – Duncan – S.Blinder – D.King – G.Rajan – Rickards – Guiver .
[4] Kjell G. Nyborg, *Collateral Frameworks. The Open Secret of Cenetral Banks”, 2017



