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John Stuart Mill und die Bedrohung der Freiheit

Richard Ebeling

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LI-PAPER. Es ist der Missbrauch politischer Macht, welcher seit je die grösste Bedrohung der Freiheit darstellt.

Vor über 150 Jahren erschien John Stuart Mills berühmter Essay «Über die Freiheit» («On Liberty»). Der Essay wurde ursprünglich 1859 veröffentlicht und bleibt bis heute eine der eindrücklichsten Verteidigungsschriften der Freiheit, die je geschrieben wurden. Sowohl die Verfechter wie auch die Gegner der individuellen Freiheit haben seitdem die Prämissen und die Stringenz von Mills Argument in Frage gestellt. Sie haben auf Ungereimtheiten oder Unvollständigkeiten in seinen Überlegungen hingewiesen. Aber auch eineinhalb Jahrhunderte nach seinem Erscheinen bleibt es eine Tatsache, dass nur wenige Essays es wert sind, mit derselben Sorgsamkeit und Aufmerksamkeit gelesen zu werden, wie «Über die Freiheit».

Mills Essay kommt heute eine besondere Bedeutung zu, da Regierungen in der ganzen Welt entschlossen sind, ihre Macht und Kontrolle über die wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten der Bürger auszuweiten.

Wo immer wir hinsehen, beansprucht der Staat die Verantwortung und die Zuständigkeit dafür, sich um unsere Altersvorsorge zu kümmern, unsere Gesundheitsversorgung zu verwalten und unsere Industrien zu regulieren. Der Staat möchte paternalistisch kontrollieren, was wir essen, und überwachen, was wir kaufen. Der Staat bildet ferner unsere Kinder aus und bestimmt, was sie lernen. Und der Staat subventioniert (und beeinflusst damit) einen wesentlichen Teil der Medien.

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April 2010

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