Karl Marx: Ein Reality-Check

Richard Ebeling

    LI-PAPER. Die oberflächlichen Lobhudeleien anlässlich des Geburtstags von Karl Marx sind bedenklich.

    Auf ihn beriefen und berufen sich sozialistische Diktaturen, die Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen haben. Karl Marx lieferte ihnen das ideologische Fundament, um Andersdenkende und Menschen anderer «Klasse» in Arbeitslager zu stecken, zu foltern und zu ermorden. Die unsägliche Forderung nach einer durch den Zentralstaat betriebenen Planwirtschaft, welcher sich sämtliche Lebenspläne aller Individuen unterzuordnen und welche Armut und massenhaft Hungertote zur Folge hatten, ging ebenfalls auf diesen Mann zurück. Ebenso die flächendeckende Totalüberwachung aller Gesellschaftsmitglieder sowie die Abschaffung der Privatsphäre und des Privateigentums, welche die individuelle Freiheit zerstört.

    Auch persönlich und charakterlich war Karl Marx alles andere als ein Vorbild. Er war ein rassistischer und antisemitischer Rhetoriker zugleich. Von seinen Mitmenschen wurde er als kleinlich, rachsüchtig und nachtragend beschrieben. Er plagiierte und gab sich in seinen Artikeln oftmals einer hasserfüllten Sprache hin. Selbst in der sozialistischen Bewegung hetzte er gegen Mitstreiter und beschimpfte sie — getrieben von seiner rücksichtslosen Begierde nach Einfluss. Mit anderen Worten, Karl Marx war im realen Leben insgesamt eine widerliche, grausame und machtgierige Person.

    Es wäre also eigentlich anzunehmen, dass diesem Mann, seinem Namen und seinem Wirken eine ähnlich grosse Verachtung entgegengebracht wird, wie dem Erfinder der nationalsozialistischen Diktatur, Adolf Hitler. Doch weit gefehlt. Intellektuelle, Medien und Politiker üben sich in Verharmlosungen, in oberflächlichen, pseudointellektuellen Rechtfertigungen und weihen für diesen Mann anlässlich seines Geburtstages sogar neue pompöse Statuen ein, um ihn zu beweihräuchern. Dabei hat sich jeder einzelne Punkt seiner ökonomischen Theorien als grundfalsch erwiesen.

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    Mai 2018

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