Warum die Globalisierung die Gefahren einer Pandemie reduziert

Vincent Geloso

    LI-PAPER. Die internationale Vernetzung und Arbeitsteilung verbessert die Gesundheit der Menschen.

    Die internationalen Lieferketten sowie die Möglichkeit, einfacher mit anderen Menschen zu handeln, erhöht unseren Kontakt mit Waren und Personen aus der ganzen Welt — und damit auch mit Krankheitserregern. Protektionisten versuchen in der aktuellen Situation daher die Globalisierung als schädlich und gefährlich darzustellen. Doch sie irren sich.

    Die Schäden, die durch Pandemien angerichtet wurden, sind im Laufe des 20. Jahrhunderts immer weiter zurückgegangen, während die Globalisierung in diesem Zeitraum stark zugenommen hat. Das hat logische Gründe: Die Globalisierung trägt aus mehreren Gründen wesentlich zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation auf der Welt bei.

    Der Anstieg des Wohlstandsniveaus dank der Globalisierung ermöglicht grössere Investitionen in Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen, die vorher nicht verfügbar waren. Dadurch steigt die Qualität der Gesundheitsversorgung so stark, dass sie die erhöhte Ansteckungsgefahr aufgrund der Globalisierung mehr als ausgleicht. Weitere Faktoren sind die Verbesserung der Ernährung aufgrund höherer Einkommen, was die Anfälligkeit für eine Vielzahl von Krankheiten verringert. Auch die Verbesserung der Luftqualität aufgrund der Zunahme des Wohlstands und der damit verbundenen grösseren Sensitivität der Umwelt gegenüber trägt zu einer besseren Gesundheit der Bevölkerung bei. Die erhöhte Reisetätigkeit aufgrund der Globalisierung führt zu einer höheren globalen Resistenz gegen hochvirulente Erregerstämme, weil ein vermehrter Kontakt mit Erregern mit niedrigem Virulenzfaktor dazu beitragen kann, Immunität gegen verwandte hochvirulente Stämme zu schaffen.

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    März 2020

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