Kaum jemand wagt es, das Dogma zu hinterfragen, wonach der Wohlfahrtsstaat den Armen helfe und wichtig für den sozialen Ausgleich sei. LI-Direktor Olivier Kessler zeigte in seinem Referat am PanaCeHa-Gesundheitskongress in Glattfelden, dass dieser Glaubenssatz nur bei oberflächerlicher Betrachtung verfängt, bei genauem Hinsehen jedoch alles andere als stichhaltig ist.
Der Wohlfahrtsstaat setzt Anreize, welche die Produktivität langsam aber sicher erlahmen lassen und damit die Armut erhöhen. Er führt zu immer neuen Begehrlichkeiten, unrealistischen Versprechen und zur Überschuldung ganzer Länder, was letztlich im Staatsbankrott und zum Ausfall der Sozialleistungen führen wird. Ist der Wohlfahrtsstaat daher wirklich im Interesse der Bedürftigen?
Die Ironie von der Geschichte, so das Fazit: Der Wohlfahrtsstaat reduziert die Armut nicht.


