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2011 Internationaler Index der Eigentumsrechte

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Erst der Schutz individueller Eigentumsrechte ermöglicht auch den Ärmsten den wirtschaftlichen Aufstieg.

Ein Blick auf die nächtliche Erde sagt mehr als tausend Worte: während Nordkorea als schwarzer Fleck auf der Landkarte erscheint, strahlt Südkorea im hellen Licht des ökonomischen Fortschritts. Der Unterschied: die Institution des Privateigentums. Einmal mehr dokumentiert der durch das Liberale Institut in Zusammenarbeit mit der Property Rights Alliance herausgegebene Internationale Index der Eigentumsrechte die grundlegende Funktion des Eigentums. Wo privates Eigentum geschützt ist, nehmen Investitionen zu und der Wohlstand steigt nachweisbar an. Der Index erhebt einmal mehr den Stand des Eigentumsschutzes in weltweit 129 Ländern, wobei neben dem Schutz physischen und intellektuellen Eigentums auch die Stabilität des Rechtsrahmens gemessen wird.

Empirisch lässt sich so ein signifikanter Zusammenhang von sicheren Eigentumsrechten und ökonomischer Entwicklung dokumentieren. Insbesondere die Garantie des physischen Eigentums korreliert mit einem steigenden Investitionsvolumen und Wirtschaftswachstum. Zahllose "Failed States" des afrikanischen Kontinents könnten daher ihren Bürgern den Weg in den Wohlstand ebnen - wenn sie nur deren Eigentumsrechte respektieren würden. Die Landkarte des Eigentumsschutzes zeigt: Erneut sind es vor allem die Länder Afrikas und des Mittleren Ostens, aber auch vereinzelte Staaten Südamerikas, wie Venezuela und Bolivien, die dramatische Defizite im Schutz des Eigentums aufweisen.

Auch den Ländern des Westens stellt der diesjährige Bericht jedoch ein schlechtes Zeugnis aus: in Staaten wie Irland, Dänemark, Niederlande, Grossbritannien und USA mussten die weltweit grössten Rückschritte beim Schutz individueller Eigentumsrechte verzeichnet werden. Spürbar wurden hier vor allem die Nachwirkungen der politischen Reaktionen auf die jüngste Finanzkrise. Auch die Schweiz vermeldet eine Schwächung des Eigentumsschutzes.

Erstmals problematisiert der Bericht dieses Jahr die Gleichberechtigung der Geschlechter: nicht zuletzt der schwache Schutz der Rechte der Frauen behindert vielerorts eine breite ökonomische Teilhabe. Fallstudien aus Buenos Aires oder Hong Kong dokumentieren eindrücklich: erst der Schutz individueller Eigentumsrechte ermöglicht auch den Ärmsten einer Gesellschaft das Sparen und Investieren und damit den wirtschaftlichen Aufstieg. Unsichere Eigentumsrechte sind heute das grösste Hindernis für die ökonomische Entwicklung in weiten Teilen der Erde.

Download Bericht (149 Seiten, PDF)

März 2011