Klimawandel: Problematische «Global Governance»

Henrique Schneider

    LI-PAPER. Es gibt keine Lösungen für den Klimawandel, wenn man die individuelle Freiheit und den Wettbewerb bekämpft.

    Eine methodologische Sorgfalt beim Anpacken der Herausforderungen mit dem Klimawandel ist wichtig und hilfreich, weil es zu verhältnismässigerem Handeln führt. Zumindest kann damit erkannt werden, was man wissen (und möglicherweise tun) kann und was nicht bekannt ist (und daher nicht getan werden kann).

    Diese methodologische Sorgfalt umfasst verschiedene Abklärungen. Etwa: Könnten die unbeabsichtigten Folgen des Versuchs, den Klimawandel durch politische Interventionen zu kontrollieren, schlimmer sein als die Vorteile einer tatsächlichen Eindämmung des Klimawandels? Ist es möglich, dass die Schaffung von zentralisierten globalen Machtstrukturen mit dem Ziel, den Klimawandel einzudämmen, in Tat und Wahrheit eine ganze Reihe von Katastrophen auslösen könnte?

    Je weniger individuelle Freiheit es aufgrund staatlicher «Klimaschutz»-Interventionen gibt, desto weniger Raum existiert für die Entfaltung des Unternehmergeists und des Wettbewerbs — und umso weniger Innovation und technologische Entwicklung wird es geben. Dies ist ein Problem für die Befürworter des staatsgelenkten, planwirtschaftlichen Klimaschutzes unter Führung eines globalen Steuerungsorgans. Ohne individuelle Freiheit und Wettbewerb gibt es keinen Klimaschutz und keine Lösung für den Klimawandel. Wer sich glaubwürdig für Klimaschutz einsetzen will, sollte daher nicht eine Zentralisierung der Politik und eine «Global Governance» fordern, sondern sich für Dezentralität, freie Marktwirtschaft und individuelle Freiheit einsetzen.

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    Februar 2020

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