Liberales Institut

Liberales Institut im Dienst der Freiheit

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Philosophie

Der Liberalismus wurzelt in der Skepsis gegenüber der Macht, dem Zwang, und damit auch dem Staat. Hier liegen auch die Wurzeln seiner zukunftsträchtigen und immer drängender werdenden Kraft.

Freiheitsrechte, als Grundlage einer liberalen Ordnung, können nicht relativiert werden, ohne die Menschenwürde zu gefährden. Ihnen gebührt daher unsere besondere Rücksicht — und unser Engagement. Die Grundzüge einer liberalen Ordnung können anhand dreier einfacher Prinzipien beschrieben werden:

Den mündigen Menschen als Ursprung und Ziel begreifen

Jede liberale Ordnung steht und fällt mit dem Respekt vor der Eigenständigkeit der Person. Wo Zwang herrscht, soll sich Freiwilligkeit und Autonomie ausbreiten. Wenn aber Selbstverantwortung an Stelle von Fremdbestimmung und Regulierung treten soll, dann muss der „geordnete Rückzug“ aus entmündigenden — oft gut gemeinten — etatistischen Fehlstrukturen angetreten werden. Ausgangspunkt jeder freiheitlichen Ordnung ist somit der mündige Mensch, dem zugetraut wird, sein Leben eigenständig zu bestimmen.

Lösungen so privat und so bürgernah wie möglich erarbeiten

Die Freiheit und Autonomie eines Menschen erweist sich nicht in der Isolation, sondern in der Zusammenarbeit. Selbstbestimmung manifestiert sich daher in freiwilligen, vertraglichen Netzen der Kooperation. Wo bisher Zentralen herrschen, sollen vielfältige, dezentrale Einheiten den Wettbewerb pflegen. Zentralisierung ist eine Gefahr für Freiheit und Autonomie. Eine liberale Ordnung bedarf auch der Kraft und der Toleranz, sich gegenseitig Mündigkeit und Privatautonomie zuzumuten, die Vielfalt zu ertragen. Neben der Vielfalt der vertraglichen Zusammenarbeit ist dabei auch die Vielfalt non-zentraler offener politischer Einheiten unverzichtbar.

Freiwilliges Zusammenwirken ermöglichen

Freiheit ist die Voraussetzung wirkungsvoller Zusammenarbeit und Solidarität. Wo heute die entmündigenden, zentralistischen Zwänge des „Wohlfahrtsstaates“ fesseln, soll die spontane und gezielte Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaft wirken. Der ungehinderte Austausch zwischen Helfenden und Hilfsbedürftigen ist ein Fundament der lebendigen Zivilgesellschaft. Wer Solidarität durch Zwang ersetzt, zerstört daher die Grundlagen der harmonischen Kooperation autonomer Menschen.

Die drei so beschriebenen Prinzipien — mündige, autonome Menschen, vertragliche und dezentrale Kooperation und freiwillige Solidarität — können als Leitlinien einer liberalen Ordnung verstanden werden. Sie sind daher auch die normativen Grundlagen der Aktivitäten des Liberalen Instituts.