Buchbesprechung: «Der Staat im dritten Jahrtausend»

Kurt R. Leube

    LI-PAPER. Eine Zukunftsvision der Staatsführung, die von liberalen Erkenntnissen und Überzeugungen geleitet wird.

    Dieses ungemein lesenswerte Buch, in dem Fürst Hans Adam II von Liechtenstein in eleganter Weise Familiengeschichte, persönliche Erfahrungen, die relevante Literatur und mutige Gedanken verbindet, schliesst mit einer «Verfassung für den Staat der Zukunft». Diesem Entwurf liegt die beispielgebende Verfassung des Fürstentums als Vorlage zugrunde.

    Das vorgelegte Ideal eines Staates im dritten Jahrtausend, in dem das Selbstbestimmungsrecht der Menschen durchgesetzt und garantiert ist und der Staat zum «friedlichen Dienstleistungsunternehmen» wird, mag vielleicht nicht vollständig erreicht werden und in Teilen sogar Utopie bleiben. Immerhin war die rasche Umsetzung neuer Ideen noch nie Prüfstein eines mutigen Entwurfs. Und doch könnten die hier vorgegebenen Konzeptionen und Strategien zu wegweisenden Vorbedingungen bei der Umsetzung konstruktiver, liberaler Politik werden. Dies ist der wichtige Beitrag, den die politische Philosophie des Fürsten zur Lösung der Probleme gegenwärtiger Politikverdrossenheit, schwelender Staatspleiten, und der Lähmung grosser repräsentativer Demokratien leistet.

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    Juni 2010

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