Liberales Institut im Dienst der Freiheit

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43 Forschungsinstitute gegen Staatsinterventionen

Der Staat verantwortet die Finanzkrise; er sollte sie nicht verschärfen. Ausgaben und Steuern müssen gesenkt werden.

Die Vertreter der unterzeichnenden Forschungsinstitutionen, darunter des Liberalen Instituts, verabschieden gemeinsam die folgenden Empfehlungen in Hinblick auf den staatlichen Umgang mit der globalen Finanzkrise.

Die massgebliche Verantwortung für die aktuelle Finanzkrise liegt bei der U.S.-Regierung, welche gemeinsam mit weiteren Staaten eine exzessive Kreditausweitung betrieb und darüber hinaus Druck auf Geschäftsbanken ausübte, Kredite - insbesondere Hypothekenkredite - an nicht kreditwürdige Antragsteller zu vergeben.

Aus diesem Grund empfehlen wir:

1. Die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität als Reaktion auf die Kreditkontraktion stellt bestenfalls eine kurzfristige Notlösung dar. Sie kommt vor allem jenen Banken zu Gute kommt, die besonders verantwortungslos handelten. Langfristig wird sie zu einer weiteren Erhöhung der Inflation führen.

2. Der Staat sollte die Findung realistischer Preisniveaus durch einen Marktprozess, basierend auf Angebot und Nachfrage, unterstützen, nicht behindern.

3. In Zeiten der Krise sollte der Staat die anfallenden Lasten mit Unternehmen und Konsumenten teilen, statt sich von diesen abzuschirmen - er hat Ausgaben und Steuern zu senken.

4. Der Staat sollte davon absehen, gescheiterte Unternehmen oder Geschäfts-modelle zu retten. Die Kosten einer solchen Rettung fallen stets auf Dritte - durch höhere Steuern, Inflation oder weitere Fehlinvestitionen.

Der freie Markt hat sich als das einzige System erwiesen, welches zu nachhaltigem wirtschaftlichen Fortschritt und Respekt vor individuellen Freiheiten führt.

Unterzeichner:

Lithuanian Free Market Institute, Litauen
Institute for Global Economic Growth, USA
Institut für Unternehmerische Freiheit, Deutschland
Institute for Market Economics, Bulgarien
Friedrich von Hayek Foundation, Slowakei
New Economic School, Georgien
Liberalny Institute, Tschechische Republik
Hayek Institut, Österreich
Adam Smith Research Centre, Polen
European Center for Economic Growth, Brüssel und Wien
The Institute of Economic Analysis, Moskau, Russland
Institute for Research on Economic and Fiscal Issues (IREF), Frankreich
Contribuables Associés, Frankreich
Instituto Bruno Leoni, Italien
Project Lodz Foundation, Polen
Association for Liberal Thinking, Türkei
Mises Scientific Research Centre, Belarus
Estonian Free Society Institute, Estland
Institute for Economic Studies, Frankreich
The TaxPayer's Alliance, Grossbritannien
Ludwig von Mises Institute, Polen
Competitive Enterprise Institute, USA
Ioan Barbus Foundation for Freedom, Tradition and Capitalism, Rumänien
Liberales Institut, Schweiz
Institut Constant de Rebecque, Schweiz
European Taxpayers Association
Association pour la Liberté Economique et le Progrès Social, Frankreich
Paneuropabewegung, Österreich
Liberté Chérie, Frankreich
Conservative Institute of M. R. Stefanik, Slowakei
International Policy Network, Grossbritannien
Institute of Economic and Social Studies, Slowakei
CADI, Rumänien
Globalization Institute, Polen
OHRID Institute, Mazedonien
Israel Center for Social and Economic Progress, Israel
Progressive Vision, Grossbritannien
Public Association for Assistance to the Free Economy, Aserbaidschan
Hayek Foundation Moskau, Russland
Albanian Liberal Institute, Albanien
Kosovar Institute for Public Policies, Kosovo
Polish American Foundation for Economic Research and Education, Polen
Educational Initiative for Central and Eastern Europe
Liberty Institute, New Delhi, Indien

28. Oktober 2008