Bericht über die Produktion von Medikamenten in Entwicklungsländern

Die Campaign for Fighting Diseases beschreibt die kontraproduktive Wirkung subventionierter Produktion.

Die Bemühung, den weltweit ärmsten Ländern den Zugang zu Medikamenten zu erleichtern, scheint auf den ersten Blick lobenswert. Eine Unterstützungspolitik, welche die lokale Produktion von Medikamenten fördert, ist jedoch mit grossen Risiken verbunden. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht der Campaign for Fighting Diseases, unter Beteiligung des Liberalen Instituts.

Die Forcierung einer lokalen Produktion von Medikamenten kann Produkte minderer Qualität zu höheren Kosten, wirtschaftliche Ineffizienzen sowie erhebliche Korruption zur Folge haben. Unterstützungsprogramme können so letztlich zu Lasten der lokalen Bevölkerung wirken. Der Bericht empfiehlt daher, dass Internationale Organisationen wie die Weltbank ihre Förderpolitik überdenken sollten. Zusammenfassend wird festgestellt: Wirtschaftlicher Protektionismus ist kein geeignetes Mittel, um Zugang zu Qualitätsmedikamenten zu sichern.

Download Bericht (16 Seiten, pdf):
Local Pharmaceutical Production in Developing Countries

5. Februar 2008