Entstaatlichung kurbelt die Wirtschaft an

Weltweit wird versucht, mit staatlichen Geldern die Wirtschaft anzukurbeln. Doch die Wachstumskräfte werden so geschwächt.

Eilig werden derzeit überall Hilfs­pakete für die notleidende Wirtschaft geschnürt, die Staatsquote wächst. Von diesem Vorgehen verspricht man sich eine Ankurbelung der Konjunktur. Die historischen Erfahrungen zeigen jedoch, dass vor allem politische Zurückhaltung zum Erfolg führt und ein rigoroses Entstaatlichungsprogramm die Erholung der Wirtschaft beschleunigt.

Schweden und Grossbritannien etwa haben erfreuliche Erfahrungen mit ihren Abspeckungskuren für den Staat gemacht, nachdem man zuvor mit dem Ausbau des Staatsumfangs auf den Holzweg gelangte. Die Staatsquote Schwedens wurde zwischen 1990 und 2012 von 61,3 auf 52% gesenkt. In der Folge verbesserte sich das Land auf dem OECD-Ranking der Länder mit dem höchsten Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf. In Grossbritannien stieg die Produktivität nach signifikanten Steuersenkungen und Privatisierungen ebenfalls stark an.

Schweden und Grossbritannien sind nur zwei von vielen Beispielen, die auf den ­Erfolg von Entstaatlichungskuren hindeuten. Wie der Index wirtschaftlicher Freiheit zeigt, sind das keine Zufälle: In dem Viertel aller Länder, die die höchste wirtschaftliche Freiheit aufweisen, sind die Menschen im Vergleich zu dem Viertel der Länder mit der geringsten wirtschaftlichen Freiheit rund sechsmal wohlhabender und leben fünfzehn Jahre länger, wie LI-Direktor Olivier Kessler in einem aktuellen Beitrag in der «Finanz und Wirtschaft» aufzeigt.

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7. Juli 2020