Steht die Freiheit im Widerspruch zum Umweltschutz?

Olivier Kessler

    LI-PAPER. Geschützte Eigentumsrechte und im Wettbewerb entstehende Innovationen dienen der Nachhaltigkeit.

    Die in Mode gekommene Rousseausche Romantisierung der naturbelassenen Umwelt ignoriert, dass der enorme Anstieg der Lebensqualität der letzten Jahrhunderte nicht möglich gewesen wäre, wenn sich die Menschheit die Umwelt nicht untertan gemacht hätte. Der Naturzustand ist im Vergleich zum heutigen Leben die Hölle. Wirtschaftliche Freiheit und hohe Lebensstandards sind kein Widerspruch zu einer gesunden Umwelt. Im Gegenteil. Werden Bevölkerungszahl und Wirkungsmacht in Beziehung miteinander gesetzt, wurden von früheren Generationen, die wesentlich weniger wohlhabend lebten, weitaus grössere Umweltschäden angerichtet. Je reicher eine Gesellschaft ist, desto mehr nimmt sie tendenziell auf die Umwelt Rücksicht.

    Die Menschheit meistert Umwelt- und Klimafragen dann am besten, wenn Raum für das Tüfteln und Ausprobieren neuer Lösungen besteht, wenn Innovation nicht durch anmassende Gesetzgebung und Detailregulierung verhindert, sondern durch freien Wettbewerb befördert wird. Regelmässig bereichern uns im Wettbewerb stehende Unternehmen mit Innovationen, welche einen immer schonenderen Umgang mit der Natur ermöglichen.

    In einem wirklich marktwirtschaftlichen System sind Eigentumsrechte per Definition geschützt. Das reizt zu einem vorsichtigen Umgang mit knappen Ressourcen und einer nachhaltigen Produktion an, weil persönliches Eigentum durch Übernutzung oder Verschmutzung an Wert verliert und in schlechtem Zustand weniger Profite abwirft. Staatliche Regulierungen, die zum Schutz der Umwelt erlassen wurden, haben oftmals unvorhergesehene Konsequenzen, die insgesamt mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

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    Mai 2019

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