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Freiheit und Vielfalt statt alternativlosem Zentralismus

Michael von Prollius

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LI-PAPER. Die Rettung des Euro durch eine zentralistische Geld- und Wirtschaftspolitik widerspricht dem europäischen Geist.

Die Flucht in den Zentralismus war bisher häufig der Versuch, politischen Misserfolg zu kaschieren, statt beim Scheitern das Thema an die darunter liegende Ebene zurück zu verweisen. «Wenn der Gemeinsame Markt zu einem europäischen Saint-Simonismus, zu einer europäischen Herrschaft des Apparats, zu einem europäischen Dirigismus grossen Stils werden sollte, dann ist ein solcher europäischer Dirigismus nicht besser als ein nationaler, ja weit schlimmer, weil er ungehemmter, unentrinnbarer und umfassender sein würde», urteilte Wilhelm Röpke.

Die aktuellen Bemühungen um eine Haushaltskonsolidierung in Europa könnten der Auftakt zu echten Ausgabensenkungen und echten Reformen mit mehr Privatautonomie sein. Schliesslich passen Aufgaben, Ausgaben und Einnahmen bei den Staatshaushalten seit Jahrzehnten nicht zusammen. Unsere Gründerväter hielten eine Staatsquote von mehr als 30% für gefährlich (zur Zeit strebt sie in Deutschland auf 50% und der Schweiz auf 40% zu). Also: Vorrang des Einzelnen, eingebunden in seine Gemeinschaft, statt Euro-Nationalismus. Small is beautiful! Europa sollte zum menschlichen Mass zurückkehren.

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Juni 2010

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