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Friedrich August von Hayek: Zur 20. Wiederkehr seines Todestages

Kurt R. Leube

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LI-PAPER. Als Gelehrter und als väterlicher Freund kam Hayek dem Ideal des «gentleman» gewiss so nahe, als es Menschlichkeit erlaubt.

Obwohl es dem jungen Hayek schon während der frühen 1930er Jahre gelang, die einzige geld-, kapital- und konjunkturtheoretische Alternative zu den kurzfristig attraktiven, langfristig jedoch inflationistischen Lehren Lord Keynes' zu formulieren, wurde sein Ansatz aus opportunistischen Gründen zunächst verworfen. Als er dann knapp 15 Jahre später mit seinem Buch «Der Weg zur Knechtschaft» (1944) weltberühmt wurde und darin die Unvereinbarkeit von Sozialismus, Demokratie und individueller Freiheit nachwies, wurde es in linken Kreisen als «ein Werk pervertierter und hochtrabender Logik» verdammt. Auch sein magnum opus, «Die Verfassung der Freiheit» (1961, deutsch 1971), das weitere 15 Jahre später erschien und heute zu den wichtigsten Werken der gesamten Sozialwissenschaften zählt, wurde als einer jener «längst ausgestorbenen Dinosaurier, … offenbar immun gegen die natürliche Selektion» zu denunzieren versucht. Und doch wurde ihm 13 Jahre später 1974 der Nobel-Preis verliehen, allerdings wohl der politischen Symmetrie wegen, gemeinsam mit dem schwedischen Sozialisten Gunnar Myrdal.

Wer sich so lange, so konsequent und unbeirrt dem Zeitgeist mit seinen leeren, aber zündenden Phrasen und den periodisch wiederkehrenden Trends der Nationalökonomie widersetzt hat wie Friedrich A. von Hayek, konnte es kaum vermeiden, zeitlebens ein Stein des Anstosses gewesen zu sein. Hayek starb am 23. März 1992 in Freiburg im Breisgau. Er ist in Wien begraben.

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März 2012

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