Für eine effiziente, liberale Klimapolitik

Ökonomische Gesetze machen vor dem Klimawandel nicht halt, zeigte am LI Carl Christian von Weizsäcker.

In der öffentlichen Debatte um den Klimawandel triumphiert die Emotionalisierung allzu oft über den ökonomischen Sachverstand. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kam Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker vom Bonner Max Planck Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in seinem Vortrag am Liberalen Institut anlässlich der Freiheitsfeier 2008. Rationale ökonomische Kalkulationen und Analysen spielen nur selten eine massgebliche Rolle.

Weizsäcker wies auf die grossen Unsicherheiten in den der Klimapolitik zugrunde liegenden Zukunftsprognosen hin. Technologische Innovationen erschweren die Abschätzung künftiger Klimafolgen. Selbst wenn die etablierten Schätzungen aber akzeptiert würden, blieben die aktuellen politischen Massnahmen jedoch fragwürdig — insbesondere jene im Rahmen des Kyoto-Protokolls.

Der britische Stern-Report errechnete etwa mögliche Folgekosten des Klimawandels und empfahl daraufhin einen Preis je emittierter Tonne CO2 von 35 Euro. Der Versuch, den Ausstoss von CO2 durch die Subventionierung regenerativer Energien zu reduzieren, erhöht die tatsächlichen Vermeidungskosten jedoch auf bis zu 700 Euro. Der heutige politische Kampf gegen den Klimawandel richtet damit einen grösseren Schaden an, als der Klimawandel selbst.

«Freiheitliche Klimapolitik ist zugleich effiziente Klimapolitik»
Präsentation von Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker

13. November 2008