Ist der Euro (fast) so gut wie Gold?

Gérard Bökenkamp

    LI-PAPER. Fiskalisch verantwortungslose Staaten streben auch in einer Gemeinschaftswährung die Monetisierung ihrer Schulden an.

    Die Eurozone und der feste Wechselkurs sind kein «Proxy» zum Goldstandard, diese Rolle spielt viel eher ein System flexibler Wechselkurse. Flexible Wechselkurse und Goldstandard haben nämlich eines gemeinsam: Sie setzen nicht voraus, dass sich die Akteure «anständig» verhalten. Beide Systeme funktionieren auch mit Regierungen, denen man die schlimmsten Absichten unterstellen kann. Im System flexibler Wechselkurse kann in der Tat eine einzelne Regierung ihre Währung inflationieren. Der flexible Wechselkurs schützt aber die anderen Staaten davor, in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Im klassischen Goldstandard konnte sich ein Land stark verschulden, aber weil Gold nur aus der Erde und nicht aus der Druckerpresse kommt, konnten die Schulden nur getilgt oder mit den Gläubigern wegverhandelt, nicht aber weggedruckt werden.

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    September 2012

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