Röpke-Preis für Zivilgesellschaft 2016 geht an Andreas Oplatka

Das Liberale Institut verleiht den diesjährigen Röpke-Preis für Zivilgesellschaft dem ehemaligen NZZ-Redaktor Andreas Oplatka. Es würdigt damit sein langjähriges journalistisches Wirken, in dem er stets den kommunistischen Machtanspruch der Sowjetunion und die «begrenzte Souveränität» osteuropäischer Länder scharf kritisierte.

Der diesjährige Röpke-Preis für Zivilgesellschaft des Liberalen Instituts geht an den ehemaligen Auslandkorrespondenten der Neuen Zürcher Zeitung Andreas Oplatka. Damit wird sein langjähriges journalistisches Engagement gegen die kommunistische Diktatur sowie seinen Einsatz für Freiheit und Unabhängigkeit der osteuropäischen Völker ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet an der diesjährigen Freiheitsfeier des Liberalen Instituts zum Thema «Der zeitlose Wert des Westens» in Zürich statt.

Andreas Oplatka flüchtete als 14-Jähriger mit seiner Familie nach dem Ungarischen-Volksaufstand 1956 von Budapest in die Schweiz, wo er die Mittelschule besuchte. Nach seinem Studium der Germanistik, Geschichte und Pädagogik in Zürich und in Wien, stiess er 1966 zur NZZ. Als Auslandkorrespondent hatte er sich insbesondere mit dem Osten Europas und mit Russland tiefgründig auseinandergesetzt. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs schilderte Oplatka die Emanzipation osteuropäischer Länder und die Entwicklung hin zu mehr Marktwirtschaft und individueller Freiheit — so wie er es sich all die Jahre gewünscht und herbeigeschrieben hatte.

«Sein Engagement für eine freiheitliche Ordnung insbesondere in Osteuropa, seine tiefgründigen und kritischen Analysen des Sowjetkommunismus und der inhärent verbrecherischen Ideologie des Sozialismus sowie seinen Mut und seine Ausdauer haben der Idee der Freiheit, der Marktwirtschaft und der Selbstbestimmung Auftrieb verliehen», so Pierre Bessard, Direktor des Liberalen Instituts. Dieser Einsatz sei in Anbetracht der in der heutigen Zeit anhaltenden Staatsgläubigkeit und zunehmenden politischen Zentralisierung auf internationaler und nationaler Ebene wichtiger denn je.

Der Röpke-Preis für Zivilgesellschaft

Wilhelm Röpke (1899—1966) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Liberalismus in der jüngsten Schweizer Geschichte. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Genfer «Institut Univer-sitaire des Hautes Etudes Internationales» und im Rahmen seiner zahlreichen Buchpublikationen und Meinungsbeiträge in der Schweizer Presse verteidigte er die individuelle Freiheit, die Marktwirtschaft und eine dezentrale Ordnung. Der Röpke-Preis für Zivilgesellschaft des Liberalen Instituts wurde erstmals 2010 verliehen. Die bisherigen Preisträger sind Karl Reichmuth, Beat Kappeler, Bruno S. Frey, Charles B. Blankart, Peter Bernholz und Victoria Curzon Price. Mit dem Röpke-Preis möchte das Liberale Institut jeweils eine Leistung und eine Haltung anerkennen, die mit den Anliegen sowohl des grossen Ökonomen als auch des Instituts in Übereinstimmung stehen.

6. Dezember 2016