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Schädlicher Nationalkollektivismus

Der nationale Sozialdemokratismus stellt heute die grösste Herausforderung für die individuelle Freiheit in der Schweiz dar, stellt Pierre Bessard in der «NZZ» fest.

In den USA scheint sich unter der neuen Administration eine nationalistische wohlfahrtsstaatliche Politik durchzusetzen. Auch hierzulande verteidigen diverse Exponenten mit Vehemenz dieselbe Doktrin des nationalen Etatismus, obwohl sie sich meist als Gegner der neuen US-Politik ausgeben.

Politiker des linken Spektrums etwa lassen sich im Bereich der Medienpolitik regelmässig zur Aussage hinreissen, sie seien Patrioten und setzten sich deshalb für einen durch Steuern finanzierten «starken Medienplatz Schweiz» ein. Schlimm wäre es aus ihrer Sicht, wenn Werbegelder ins Ausland fliessen würden.

Auch grüne Subventionsjäger verfolgen eine Politik des nationalistischen Protektionismus, um mittels einer staatlich verordneten «Energiewende» Arbeitsplätze in der Schweiz zu sichern und dafür zu sorgen, dass «kein Geld ins Ausland fliesst», sondern «hier bleibt». Die Leidtragenden einer solchen Politik des nationalen Kollektivismus sind die Konsumenten, welche zur Zahlung von höheren Steuern und planwirtschaftlich festgelegten Preisen zugunsten enger Partikularinteressen genötigt werden sollen — mit dem illusorischen Ziel, damit «die Nation» zu stärken.

Eine vom nationalen Sozialdemokratismus geprägte Gesellschaft wird so immer mehr zum Gegensatz von Offenheit und Freiheit. Die zunehmende Politisierung von Handel und Zuwanderung zeugen davon. Der freiwillige Austausch zwischen freien Individuen rückt mehr und mehr in den Hintergrund, während das Erbe der Aufklärung — nämlich die universell gültigen persönlichen Eigentumsrechte — langsam aber sicher verblasst.

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Wider den nationalen Etatismus
(2 Seiten, PDF)

8. März 2017