Warum der Staat die Gesellschaft nicht steuern kann

Richard Ebeling

    LI-PAPER. Gerade bei zunehmender Komplexität eines gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Systems ist ein freier Markt entscheidend.

    Der Umstand, dass das Marktpreissystem über Jahrhunderte ohne das Dazutun einer politischen Klasse und ohne einen von oben verabschiedeten Plan entstanden ist, lässt erkennen, weshalb die Menschen dessen Wert und Bedeutung nicht wahrnehmen. Ähnlich wie das Konstrukt der Sprache, der Gepflogenheiten und der Umgangsformen, die allen das Leben in einer Gesellschaft ermöglichen, ist auch das Preissystem nicht durch die Hände politischer Führer geschaffen worden.

    Betrachtet man die letzten sieben Jahrzehnte seit Erscheinen von Hayeks «Die Verwertung des Wissens in der Gesellschaft», so kann rückblickend festgestellt werden, dass diese Arbeit als eine der wichtigsten ihrer Art zum Verständnis unserer Welt, und wie diese auch ohne die führende Hand des Staates funktioniert, beigetragen hat.

    Angesichts des gegenwärtigen Regulierungswahns, der verhindert, dass das Preissystem seinen eigentlichen Zweck störungsfrei ausüben kann, wird deutlich, dass seine Argumente auch heute noch aktuell sind. Hayeks Argumenten sollte wieder mehr Gehör geschenkt werden, denn nur so kann erreicht werden, dass das Wunder namens Preissystem seine Aufgabe bei der Koordination von Milliarden von aufgrund von spezifischem Wissen getroffenen menschlichen Entscheidungen fehlerfrei ausüben kann, um den Fortschritt der menschlichen Zivilisation zu ermöglichen und voranzutreiben.

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    Oktober 2015

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